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Kath. Kirchengemeinde St. Remigius Heddesheim
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Der heilige Remigius

Leben und Wirken des heiligen Remigius, des Schutzpatrons unserer Kirche

Schon die Geburt des heiligen Remigius wird auf wunderbare Weise geweissagt. Als Gallien von den Vandalen verwüstet wurde, betete ein Einsiedler zu Gott, dass der Kirche Christi in diesem Lande der Friede wiedergegeben werde. Dem blinden Einsiedler erschien ein Engel und sprach: "Wisse, es wird ein Weib mit Namen Celina trotz ihres hohen Alters ein Kind gebären, das wird Remigius heißen. Es wird sein Volk erlösen aus der Gewalt seiner Feinde. Der Eremit würde wieder sehend werden, wenn die Mutter des Kindes seine Augen mit Milch wüsche. Und alles, was der Engel gesagt hatte, traf ein. Als Remigius den Kinderjahren entwachsen war, lebte er mehre Jahre als Eremit. Der Ruf seiner Heiligkeit erschallte so laut, dass ihn das Volk einmütig zum Bischof wählte.

Der Geburtstag des heiligen Remigius wird in vielen Quellen als der 1. Oktober bzw. der 13/15. Januar um 436 genannt. Remigius, über dessen Leben wenig bekannt ist, entstammte einer galloromanischen Familie edler Herkunft und wurde in Laon geboren. Als er im Jahre 459 den Bischofsstuhl von Reims bestieg, hatten die heidnischen Franken die Herrschaft im Lande an sich gerissen, und der christliche Glaube war stark bedroht.

Der heilige Remigius wird als Apostel der Franken bezeichnet. Unermüdlich wirkte er für die Ausbreitung des Christentums und die Reinhaltung der Lehre. Er trat als glänzender Redner gegen die Heiden auf. Durch sein vorbildliches Leben und die Macht seiner Persönlichkeit gewann er schließlich den Frankenkönig Chlodwig für den christlichen Glauben. Hierbei half ihm die heilige Klothilde, die, christlich erzogen, das Herz des gewalt-tätigen Merowingers durch ihre Frömmigkeit, Tugend und Schönheit bezwungen hatte. Bei der Taufe des Königs an Weihnachten 498 oder 499 versuchte der heilige Remigius bewusst, die Feierlichkeit der christlichen Kulthandlung aufs würdigste hervorzuheben und sie in Gegensatz zu den barba-rischen Gepflogenheiten der heidnischen Eroberer zu stellen. Der König war tief beeindruckt.

Dem Beispiel des getauften Königs folgte der größte Teil der Franken. Wenn auch die Franken erst langsam in christliches Denken und Handeln hineinwachsen mussten und es noch Jahrhunderte dauerte, bis mit der Krönung von Karl dem Großen zum römischen Kaiser deutscher Nation der Sieg des Christentums in Europa sich vollenden sollte, so bleibt es das unvergängliche Verdienst des heiligen Remigius, hierzu den ersten Anstoß gegeben zu haben.

Der heilige Remigius rastete auch nach der Bekehrung der Franken nicht. Mit Unterstützung des Königs bekämpfte er den von den Goten und Burgundern ins Land gebrachte Arianismus, wonach Jesus nicht wesensgleich mit dem Vater, sondern ein Geschöpf des Vaters aus dem Nichts sei, und verbreitete die reine Glaubenslehre mit all seinen Kräften. Über siebzig Jahre hatte er sein kirchliches Amt als Oberhirte ausgeübt, als er am 13. Januar 533 oder 535, fast hundertjährig starb. Dargestellt wird der Heilige als Bischof, ein Taube mit Ölfläschchen über ihm und den Teufel aus Reims austreibend. Er ist Patron der Stadt und Diözese Reims und wird angerufen bei Epidemien, Fieber, gegen Schlangen und religiöse Gleichgültigkeit.

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